Meine schlimmsten Nähfehler #naehdirwas

Verbrannter Stoff und kaputtes Bügeleisen, ein zu enger Rock oder zusammengenähte Taschen – ich hab für euch meine schlimmsten Nähfehler in einem Beitrag zusammengefasst. Also bitte nicht zu Hause nachmachen sondern aus meinen Fehlern lernen und ein bisschen darüber lachen. Schmunzeln garantiert. Vor allem bei der Geschichte mit dem Wildleder-Rock!

#naehdirwas-Challenge: Pastell Hölle

Die #naehdirwas Challenge von Katha, Lisa und Jenny geht in die dritte Runde und auch in diesem Monat war ich wieder super gespannt auf das neue Thema. Nach Thema 01 „Kraftwörter“  und Thema 02 „Punkt, Punkt, Komma, Strich“  wurde Anfang des Monats auch das neue Motto bekannt gegeben. Mit „Pastell Hölle“ trafen die Drei wieder mitten in mein Herz. Auch über mein neues Projekt musste ich nicht lange grübeln. Auf meinem Pinterest-Board zum Thema „Nähen“ gibt es einfach so viele Inspirationen. Da kann ich die nächsten 100 Jahre bei der #naehdirwas-Challenge mitmachen.

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Und schon wieder soo schöne Stoffe gefunden.

Und weil ich dann beim Stoffladen meines Vertrauens auch noch den tollen pastellblauen Kunstlederstoff gefunden habe, war es einfach klar:Ein Rucksack darf in den Kleiderschrank einziehen. Ich liebe Rucksäcke und bin so froh, dass sie jetzt als Taschen-Ersatz salonfähig wurden. Da ich meinen pinken Rucksack (von Kleiderkreisel) einfach ständig trage, musste jetzt endlich ein neuer her! Gesagt, getan. Eigentlich sollte eine kleine aber feine Anleitung für den Rucksack auf den Blog online gehen. Aber während ich so an meinem Projekt gearbeitet habe, sind mir all meine Nähfehler eingefallen, die mir je widerfahren sind. Man könnte sagen, ich bin durch die Näh-Hölle gegangen. Damit euch all diese Fauxpas nicht passieren und ihr etwas zum Schmunzeln habt, hab ich sie für euch nun in diesem Beitrag zusammengefasst!

Meine schlimmsten Nähfehler: Mit diesen Tipps und Tricks wirst du sie alle vermeiden!Meine schlimmsten Nähfehler: Mit diesen Tipps und Tricks wirst du sie alle vermeiden!

Meine schlimmsten Nähfehler: Mit diesen Tipps und Tricks wirst du sie alle vermeiden!

Nähfehler 01: Schnittmuster auf Backpapier

Geizig wie ich bin (komischerweise nur nicht bei Kleidern und Röcken) wollte ich am Schnittpapier sparen und hab stattdessen für meinen allerersten Rock Backpapier aus der Küche verwendet. Mit Klebeband mehr oder weniger erfolgreich zusammengeklebt und abgepaust. Der Schreck kam dann als ich meinen Schnitt auf den Stoff legen wollte.  Das Klebeband hat nämlich am Backpapier eher schlecht als Recht gehalten. Somit hat sich der ganze Schnitt ständig verschoben und ich musste schlussendlich doch nochmal auf richtigem Papier abpausen! Seither gibt es nur mehr Schnittmuster zum Ausdrucken (die gibt es zum Beispiel bei Makerist) oder richtiges Schnittpapier bzw. Plakatpapier.

Nähfehler 02: Nahtzugabe vergessen

Wie oft wurde es schon in der Schule gepredigt: Immer die Anleitung vorher genau lesen. Tja, Lisa ist aber immer wie ein Wirbelwind und will gleich und überhaupt sofort los nähen. Pech gehabt! Da vergisst sie dann auch mal auf die Nahtzugabe des Bleistiftrocks und passt dann überhaupt nicht rein, weil die paar Zentimeter fehlen. Was soll man dazu noch sagen? Dabei hat sie sich diesmal so bemüht, alles gebügelt und zusammengeheftet (und nicht wie sonst nur zusammengesteckt). Aber zum Glück gibt es ja noch Stoffrest, da lässt sich ja noch etwas tricksen. Ähm, ups. Doch wieder zu geizig gewesen… Also: Anleitungen immer genauestens durchlesen und vor allem bezüglich Nahtzugabe kontrollieren. Die macht nämlich sowieso was sie will, ist manchmal im Schnittmuster inkludiert und manchmal nicht. Wenn man sie dann vergisst, hat man Pech gehabt!

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Diesmal hat alles geklappt und ein schöner Rucksack ist daraus geworden!

Nähfehler 03: Turnbeutel zusammengenäht

Ein tolles Projekt – vor allem für Anfänger – sind solche Turnbeutel. Man näht nur gerade, hat kein schwieriges Schnittmuster und muss auch keine fummeligen Arbeiten erledigen. Und außerdem sehen solle Rucksäcke super stylisch aus. – Perfekt für mich, einfach perfekt! Also: bin ich in den Stoffladen, hab – diesmal genug – Stoff gekauft und mit dem zuschneiden und nähen begonnen. Alles perfekt funktioniert. Ich war sogar selbst überrascht wie fix so ein Turnbeutel genäht wird. Als letztes wird der Tunnelzug genäht.

Top motiviert, aber auch ein bisschen hektisch (ich gebe es zu) hab ich mir also den letzten Schritt unter die Nähmaschine gelegt. Ok, ok ich gebe es zu: Ich war schon sehr gestresst, musste noch wo hin und wollte endlich fertig werden. Schwups die Naht gemacht und dann bemerkt, dass ich nicht nur eine Seite sondern gleich den ganzen Rucksack zusammengenäht habe. Das ist natürlich ungünstig! Also alles aufgetrennt und nochmal gemacht. Beim Trennen natürlich noch Löcher in den Stoff gebracht – ich sag’s ja die Nähmaschine und ich betreiben eine Hassliebe! Daher: Immer Zeit nehmen zum Nähen und nicht zu hektisch sein (da muss ich mich wohl selbst bei der Nase nehmen!). Gerne auch mal am nächsten Tag fertig nähen, bevor ein Graus daraus entsteht!

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Vor allem Zeit nehmen und nicht zu hektisch sein: Der beste Tipp für alle Nähprojekte.

Nähfehler 04: Stoff beim Bügeln verbrannt

Wenn ich heut noch an dieses Fauxpas denke, stellt es mir die Nackenhaare auf. Soviel vorweg: Es war furchtbar und ich war entsetzt! Und hätte vor allem nie gedacht, dass es mir passiert. Aber beginnen wir mit dem Anfang. Mein Projekt: Ein Rock – der Proberock für das Weihnachtsgeschenk meiner Schwester. Geschickt eingefädelt hat gerade im TV gestartet und zeitgleich einige gratis Schnittmuster zur Verfügung gestellt. Ich hab mich für den Rock mit Kellerfalten (zwei Stück vorne) entschieden. Mit meiner Schwester gab es die Vereinbarung, etwas selbstgemachtes zu verschenken. Da ich sie vom Hocker reisen wollte, hab ich an den Rock gedacht. Damit er natürlich auch schön wird, sollte zuerst ein „Übungsrock“ für mich entstehen. Den Stoff (ein brauner Kunst-Raulederstoff) hab ich dann am Flohmarkt bei einer alten Lady gekauft.

Das Schnittmuster und Co. wurde schnell erstellt und war auch wirklich super einfach (ich nähe die Anleitung übrigens NOCH immer gerne!). Doch dann kamen die Kellerfalten, die ich  zuerst gelegt und anschließend – damit alles besonders schön wird, gebügelt habe. Mein Bügeleisen – ich hab es zum Einzug um 20,00 Euro gekauft – hat diese Aktion nicht überlebt. Der Stoff muss scheinbar einen hohen Plastikanteil beinhalten und hat sich während des Bügelns an das Bügeleisen geklebt und ist dann verbrannt. Das Resultat war ein Stoff mit zwei riesigen Bügeleisen und ein extrem verklebtes Bügeleisen. Ich war schockiert, wollte das Projekt noch retten. Aber bei zwei Löchern im Stoff geht das eher schwer! Die ganze Geschichte hat dann – Gott sei Dank – trotzdem ein Happy End genommen. Meine Schwester war super happy mit ihrem Rock und ich hab ein neues anständiges Bügeleisen. Also Friede, Freude, Eierkuchen!

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Ich bin so happy mit meinem Rucksack, der ganz ohne Nähfehler ausgekommen ist. Wollt ihr eine Anleitung? Dann kann ich noch gerne eine schreiben!

Habt ihr auch schon solche Fauxpas erlebt? 
Noch Fragen zum Thema Nähen? Ich habe einige Tipps und Tricks für euch zusammengefasst.
Die übrigen Beiträge der #naehdirwas Challenge findet ihr wie gewohnt bei Lisa, Katha und Jenny!

Lisa Höllebauer

6 Comments

  1. Ich musste gerade sooo schmunzeln, weil frag mich nicht, was ich im Nähunterricht in der Schule alles fabriziert habe, aber bei mir muss immer alles schnell gehen und deshalb habe ich gerne geschummelt und auf Verlangen und Muster verzichtet, so haben die Sachen dann auch angeschaut und warum sollten Röcke irgendwo eine Öffnung haben, wird absolut überwertet, ach einfach genial, aber zum Glück steh ich damit offensichtlich nicht alleine da, made my day. Ich wünsch dir noch einen ganz fabelhaften Nachmittag, ganz ganz liebe Grüße, x S.Mirli
    http://www.mirime.com

    • Ja so ist das mit dem Nähen – es entstehen zwar super schöne Dinge. Aber das erfordert viel Geduld und Genauigkeit. Das macht auch mir öfters das Leben schwer, aber mit meinem Rucksack bin ich ganz schön happy 🙂
      Alles Liebe
      Lisa

  2. Oh ja, das mit den Nähfehlern ist s eine Sache 😀 Ich habe auch schon NACH dem Fertignähen den Stoff verbrannt, Verzweiflung pur! Was ich auch super kann, ist, Reißverschluss falsch herum annähen. Jeeedes Mal! Da kann ich vorher noch so sehr planen und grübeln. Ist wie verhext 😀

    Liebe Grüße,
    Filiz von https://www.filizity.com

    • hihi ja hach Reißverschlüsse – genau deswegen tendiere ich jetzt zu Druckknöpfe oder Gummizug bei Röcken. Man muss sich nur zu helfen wissen 😉
      So schön das Nähen auch ist, so viel Ehrgeiz und vor allem Durchhaltevermögen erfordert es. Da geht nichts mit schnell, schnell…
      Alles Liebe
      Lisa

  3. Ich hab auch mal einen Kunstfaserstoff mit dem Bügeleisen verbrannt. Musste dann den Vorderteil neu zuschneiden (der Schnitt war trotzdem eine Katastrophe…).
    Gerne vergesse ich in meiner Hektik, die Knopflochleiste zu verstärken. Mit der Zeit ziehen sich die Löcher nämlich aus und irgendwann sieht das nicht mehr schön aus.
    Zu klein zugeschnitten ist auch ein Dauerbrenner. Oder zwischendurch die falsche Nahtlinie vom Schnittmusterbogen abgepaust.

    LG, Daniela

    • haha, ich bereite mich derzeit mental auf das neueste Projekt „Sommerkleid“ vor. Da soll das erste Mal alles von vorne bis hinten klappen!
      Alles Liebe
      Lisa

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